Die Ursprünge von Mitsuyo Maeda
Maeda, geboren 1878 in Japan, begann seine Ausbildung in der Kodokan-Schule. Unter Kano und Tomita lernte er die Grundlagen des Judo, wo Würfe, Bodenkampf und Hebelwirkung im Vordergrund standen. Schon früh zeigte er großes Talent, gewann Turniere und erwarb seinen schwarzen Gürtel (Dan).
Seine Reisen führten ihn durch die USA, Kuba, Mexiko und Europa. Auf diesem Weg nahm er an unzähligen Kämpfen teil: gegen Wrestling-Ringer, Boxer, Ringer aus dem Sumo und verschiedene andere Kampfstile. Immer wieder konnte er seine Gegner besiegen und die Überlegenheit der japanischen Kunst unter Beweis stellen.
Vom Kodokan zum „Conde Koma“
Maeda wollte die Effektivität seines Stils nicht nur in Dojos zeigen. Er kämpfte bei offenen Vorführungen und Vale Tudo-ähnlichen Duellen, bei denen fast keine Regeln galten. Mit Mut und Strategie gewann er gegen viele verschiedene Stile. Aufgrund seines Auftretens und seiner Stärke erhielt er den Namen „Conde Koma“.
Diese Zeit machte ihn bekannt – er wurde zum Botschafter einer neuen Art der martial arts. Er bewies, dass Hebelwirkung und Technik auch gegen größere und stärkere Gegner gewinnen konnten.
Maedas Ankunft in Brasilien
1914 kam Maeda nach Brasilien und ließ sich in Belém do Pará nieder. Dort lernte er Gastão Gracie kennen, der ihm half, sich in der neuen Umgebung zu etablieren. Aus Dankbarkeit begann Maeda, dessen Sohn Carlos Gracie zu unterrichten.
Die ersten Schritte mit der Familie Gracie
Carlos lernte nicht nur Würfe und Takedowns, sondern auch Bodenkampf, Guard und Submissions. Zusammen mit seinem Bruder Hélio Gracie entwickelte er ein System, das sich an kleinere Kämpfer anpasste. Mit Hebeltechniken und geschickten Strategien konnte man Gegner zur Aufgabe zwingen – selbst wenn sie stärker oder größer waren.
So entstand das brasilianische Jiu-Jitsu, das bald seine eigene Akademie eröffnete und den neuen Stil verbreitete.