Vergleich: Brazilian Jiu Jitsu vs. andere Kampfsportarten
| Disziplin | Schwerpunkt | Technik | Rolle der Kraft | Effektivität |
|---|
| Brazilian Jiu Jitsu | Bodenkampf, Submission | Würgegriffe, Hebeltechniken | Immer zweitrangig, Technik dominiert | Sehr hoch |
| Judo | Würfe, Standkampf | Würfe, Kontrolle | Wichtig beim Judo | Am Boden eingeschränkt |
| Boxen / Ringen | Schläge und Takedowns | Schläge und Tritte, Clinch | Kraft & Explosivität | Wenig am Boden |
Dieses Vergleichs-Tableau hilft, die Rolle von BJJ beim MMA und seine Unterschiede zu anderen Stilen deutlich zu machen.
Royce Gracie und die Ultimate Fighting Championship
1993 gründete Rorion Gracie die Ultimate Fighting Championship (UFC) in den Vereinigten Staaten. Ziel war es, die Effektivität verschiedener Kampfkünste zu vergleichen. Als Repräsentant wählte man Royce Gracie, obwohl es stärkere Familienmitglieder gab.
In den ersten drei Turnieren bewies er, dass Technik über physische Überlegenheit siegt. Gegner mit mehr Gewichtsklasse und Kraft mussten aufgeben, da Royce sie beim Bodenkampf durch Aufgabe zu zwingen bezwang.
Diese Kämpfe markierten eine neue Ära im Sport. Dabei zeigte sich: Ohne Kenntnisse im Brazilian Jiu Jitsu war es fast unmöglich, im MMA erfolgreich zu sein.
Die Rolle der Familie Gracie in der internationalen Verbreitung
Die Gracie Family gründete eigene Akademien, unterrichteten Schüler und verbreiteten ihre Philosophie weltweit. Namen wie Rickson Gracie, Renzo Gracie, Royler Gracie, Carlson Gracie, Roger Gracie oder Rolls Gracie stehen für neue Generationen, die ihrerseits Einfluss auf die Entwicklung der Kunst nahmen.
Auch gegen Stars wie Kazushi Sakuraba wurde gekämpft, und selbst wenn nicht jeder Kampf gewonnen wurde, halfen diese Begegnungen, das System weiter zu bearbeiten und anzupassen.
Später griffen Eddie Bravo oder Turniere wie die Abu Dhabi Combat Club (ADCC) Championship die Ideen auf, um das Grappling international noch populärer zu machen.
Besonderheiten der Gracie-Philosophie
Die Philosophie der Gracies konzentriert sich auf Geduld, Strategie und Kontrolle. Dabei gilt: Jeder Mensch, egal in welcher Gewichtsklasse, kann durch Technik siegen. Das half dabei, international Menschen in diesen Sport einzuführen, die sich körperlich schwächer fühlten.
Ihre eigene Art, Unterricht zu gestalten, war revolutionär: Die Gracies unterrichteten nicht nur Kampftechniken, sondern vermittelten eine Philosophie, die Kampfsportlern half, ihre Fähigkeiten auch außerhalb des Sports zu nutzen.